Mikwe: Ein historisches Juwel
Die Mikwe ist ein Tauchbad, das im Judentum eine zentrale Rolle spielt. Sie steht für rituelle und geistige Reinigung und folgt festen religiösen Vorschriften. In Endingen und Lengnau können die Mikwen besichtigt werden und bieten einen faszinierenden Einblick in Traditionen und Glaubenspraktiken, die seit Jahrhunderten gepflegt werden.
Mikwe Endingen
Die Mikwe in Endingen ist ein herausragendes Beispiel dieser Tradition. 1867 von Architekt Caspar Joseph Jeuch erbaut, beeindruckt sie nicht nur durch ihre historische Architektur, sondern auch durch das eigene Quellwassersystem, das das Becken speist. Bis heute ist es möglich, das tiefe, enge Becken zu besichtigen und in die Geschichte einzutauchen.
Vom rituellen Wasser zur begehbaren Geschichte
2024 wurde die Mikwe als Teil des Projekts Doppeltür für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Ausstellung vermittelt das Thema Wasser in zwei Dimensionen: Im Erdgeschoss entdecken die Besuchenden die rituelle Bedeutung des Wassers im jüdischen Leben. Im Obergeschoss erwartet sie ein sinnliches, gemeinschaftliches Erlebnis rund um das Wasser sowie verschiedene Informationsstationen zu rituellen Reinigungsritualen.
Ihr Besuch
Die Mikwe in Endingen ist täglich geöffnet und ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die rituellen Badepraktiken des Judentums. Der Ausstellungsteil «Tauchbad» zum Thema «Wasser und religiöses Leben» im Erdgeschoss ist begeh- und erlebbar. Das Obergeschoss bietet ein Wasser-Gemeinschaftserlebnis und weitere Informationen zu Reinigungsritualen in verschiedenen Kulturen.
Die Ausstellung kann entweder im Rahmen einer Gruppenführung auf dem Jüdischen Kulturweg oder individuell besucht werden.