Schulhaus Lengnau: Vom Klassenzimmer zum Gemeindehaus

Die Grundmauern des heutigen Gemeindehauses stehen seit 1842. Die Nutzung des Gebäudes hat sich im Verlauf der Jahrzehnte jedoch immer wieder gewandelt und den aktuellen Bedürfnissen angepasst. 

Schulstart im Wohnzimmer

1830 schlug der Kanton Aargau ein neues Bildungskapitel auf: Die hebräischen Privatschulen wurden abgeschafft, jüdische Kinder sollten nun eine öffentliche Schule besuchen. Sie wurden zwar weiterhin separat unterrichtet, lediglich nicht mehr im Rahmen einer Privatschule. Der Unterricht startete provisorisch in einer Wohnung im Gemeindehaus – doch der Platz reichte bald nicht mehr aus. So entstand 1842 das neue Primarschulhaus, geplant vom Zurzacher Baumeister Schmid.

Unter einem Dach vereint

1842 fanden die ersten Lektionen im neuen Haus mit vier Schulzimmern statt. Gut 50 Jahre später vereinte der Kanton die jüdische sowie die christliche Schule und das Gebäude ging in den Besitz der Einwohnergemeinde über. 

Ausgelernt und neu entdeckt

Mit der Zeit wurde es für den Schulbetrieb zu klein, ein neues, grösseres Dorfschulhaus übernahm den Hauptunterricht. Das alte Gebäude diente dem Koch- und Handarbeitsunterricht und auch als Vereinslokal, bis es 1982 zum Gemeindehaus umgebaut wurde.

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