Zwei Dörfer, eine Geschichte - und viele offene Türen

Doppeltür ist keine Geschichte hinter Glas im Museum. Sondern eine Einladung zum Gespräch. Über das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Über Religion, Zugehörigkeit und Respekt. Doppeltür ermöglicht Einblicke in die aussergewöhnliche Geschichte des Surbtals – und schafft Verbindungen zu Fragen, die uns heute beschäftigen. Dazu gehören vier zentrale Elemente: 

  • Das Zentrum für Bildung und Begegnung in Lengnau (Eröffnung voraussichtlich 2028)
  • Die restaurierte Mikwe in Endingen
  • Vier Schulmodule für die Oberstufe – entwickelt in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule FHNW, eines davon gemeinsam mit dem Historischen Museum Baden
  • Der Jüdische Kulturweg.

Wie alles begann 

Endingen und Lengnau im Surbtal tragen ein Erbe, das schweizweit einzigartig ist: Über Jahrhunderte lebten hier Jüdinnen und Juden sprichwörtlich Tür an Tür mit der christlichen Bevölkerung – ein Miteinander, das sich bis heute in der Architektur, in kulturellen Eigenheiten und in persönlichen Geschichten spiegelt.

Lange Zeit lag es an engagierten Einzelpersonen, diese besondere Geschichte zu bewahren. Einer von ihnen war der Verleger und Publizist Roy Oppenheim. Auf seine Initiative hin entstand 2009 der Jüdische Kulturweg – ein Rundgang, der das jüdisch-christliche Zusammenleben sichtbar macht.

Ein Wendepunkt kam 2013: Als das ehemalige Haus der Matzenbäckerei in Lengnau trotz Protesten abgerissen wurde, war das ein Weckruf. Und bewegte engagierte Menschen aus Politik, Kultur und Gesellschaft zum Handeln. So wurde 2017 der Verein Doppeltür gegründet.

Sein Ziel: das jüdische Erbe im Surbtal bewahren, zugänglich machen und in die Zukunft tragen.

Und weil Zukunft in der Schule beginnt, bringt Doppeltür die Geschichte dorthin, wo junge Menschen Fragen stellen: ins Klassenzimmer. Mit Materialien, die nicht nur informieren – sondern zum Nachdenken und Weiterdenken anregen.

Projektgeschichte

2017 - das erste "Logo"

2017

Ein visionärer Schritt: Der Verein Doppeltür wird gegründet, unterstützt durch Institutionen, Gemeinden und Kulturschaffende aus dem Surbtal. 

2019 - Haus am Spycherweg 2

2018

Ein neues Zuhause: Das dreistöckige Doppeltürhaus am Spycherweg 2 in Lengnau wird gekauft. Dieses soll saniert und zum neuen Zentrum von Doppeltür umgebaut werden – es entsteht ein Ort des Dialogs. 

2020 - Ausstellungskonzept

2020

Das Fundament für die Zukunft: Das Vermittlungs- und Ausstellungskonzept wird erarbeitet, das architektonische Vorprojekt nimmt erste Formen an.

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2020

Die gemeinnützige Stiftung Doppeltür wird gegründet. Sie kümmert sich um Projektstrategie, Fundraising und die Entwicklung der Ausstellungen – der Verein übernimmt den Betrieb des Zentrums und des Kulturwegs.

Rappaport ausstellung

2022

Der Gewinner des Szenographie-Wettbewerbs für das Zentrum in Lengnau wird bekannt gegeben: es ist Alain Rappaport, bekannt u.a. für seine Arbeit im Stapferhaus. 

Führung JKW

2024

Der Verein wird zum Publikumsverein! Jetzt können auch Privatpersonen und Unternehmen Teil der Doppeltür-Community werden.

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2024

Grünes Licht zu den Bauplänen: Die Gemeinden Lengnau  und Endingen erteilen die Baubewilligung für das Zentrum, das 2028 eröffnet werden soll, sowie für die Aussensanierung der Mikwe in Endingen. 

Zeitstrahl kaertchen

2024

Der Verein Doppeltür stellt neue, kostenlose Unterrichtsmaterialien für die Oberstufe bereit. „Rahmenmodul“ und „Modul Baden“ sind jetzt auf der Website zum Download verfügbar. Zwei weitere Module für das Surbtal sind in Planung. 

2024 - Eröffnung Mikwe Einweihung

2024

Nach kurzer Umbauzeit öffnet die Mikwe in Endingen ihre Türen – mit einer Ausstellung zum Thema “Wasser als Lebensmetapher”. 

2027/28 - Eröffnung Zentrum

2028 - und damit noch Zukunftsmusik

Das grosse Finale: Das Zentrum Doppeltür in Lengnau wird feierlich eröffnet. Ein Ort des Dialogs, des Austauschs und der Geschichte – und der Beginn einer neuen Ära.

Teil einer wachsenden Gemeinschaft

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