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Projekt Doppeltür

Abbildung: Doppeltür-Häuser an der Rankstrasse Endingen -

Doppeltür - ein Vermittlungsprojekt

Die beiden Dörfer Endingen und Lengnau im aargauischen Surbtal blicken auf eine schweizweit einzigartige Geschichte zurück: Zwischen 1776 und 1866 wurde die jüdische Bevölkerung der damaligen Schweiz gezwungen, sich ausschliesslich in diesen beiden Ortschaften niederzulassen. In der Folge entwickelte sich in den beiden Gemeinden ein Neben- und Miteinander von Juden und Christen. In Lengnau lebten um 1840 rund 500 Juden und knapp 800 Christen, in Endingen 1000 Juden sowie 1000 Christen.  So kann von einer rund 250-jährigen jüdisch-christlichen Koexistenz im Surbtal gesprochen werden. Im Surbtal liegen die wichtigsten Wurzeln des Schweizer Judentums der Gegenwart, das „Rütli des Schweizer Judentums“. Seit 2009 verfügen die Gemeinden Endingen und Lengnau über einen Jüdischen Kulturweg. Auf einem Rundgang durch die beiden Gemeinden werden die jüdischen Bauten, der jüdisch-christliche Alltag sowie die historischen Zusammenhänge rund um die Gebäude erläutert.

Inzwischen ist das Interesse an der Thematik, die eine der zentralen Grundlagen des abendländischen Europas darstellt, laufend gewachsen. Daraus ist das neue Vermittlungs-ProjektDoppeltür entstanden -  in Anlehnung an die Häuser in den beiden Dörfern mit zwei Türen – eine für Christen, eine für Juden. In Kooperation mit jüdischen, aber auch christlichen und weiteren Institutionen realisiert Doppeltür in einem neuen, multimedialen Besucherzentrum wechselnde Ausstellungen, Workshops, Führungen und Publikumsanlässe. Mittels sinnlicher Inszenierungen der Schauplätze jüdisch-christlicher Koexistenz ermöglicht Doppeltür faszinierende Einblicke in die aussergewöhnliche Geschichte des Surbtals und der abendländischen Kultur.

Das jüdisch-christliche Kulturerbe im Surbtal bietet die Chance, etwas in der Schweiz Einmaliges aufzubauen: Am historischen Schauplatz lassen sich differenziert Inhalte zur jüdisch-christlichen Geschichte und Gegenwart der Schweiz mittels eines vielfältigen Angebots an ein breites Publikum vermitteln. Betrachtet man die jüdisch-christliche Koexistenz und das Landjudentum im Speziellen, so ist gar von einem internationalen Alleinstellungsmerkmal zu sprechen. Das dichte architektonische Erbe vor Ort ist besonders geeignet für eine schauplatzorientierte Geschichtsvermittlung und bietet darüber hinaus zahlreiche Anknüpfungspunkte für gegenwartsbezogene Themen (u. a. aus aktuellen Forschungs-Tätigkeiten) wie Migration, Integration, Religion, Toleranz. Das jetzt schon grosse Interesse am Thema und die allseits signalisierte Bereitschaft zur Zusammenarbeit versprechen – in Kombination mit attraktiven, ein breites Zielpublikum ansprechenden Vermittlungsformaten – eine hohe Aufmerksamkeit für das Projekt Doppeltür. Kulturelle Angebote im Surbtal bieten der Region einen touristischen und wirtschaftlichen Mehrwert (Arbeitsplätze, Hotellerie, Gastronomie, Herstellung spezifischer Produkte, Angebote) und wirken sich positiv auf das Image der Gemeinden aus. Mit seinen Zielen positioniert sich das Projekt Doppeltür in einem regionalen, nationalen und internationalen Umfeld.

Mehr informationen in der Broschüre DOPPELTÜR

broschuere-doppeltuer-projekt.pdf [5.972 KB]

Abbildung: Besucherzentrum - Multimedia -